15.06.2026

WordPress in Europa

Wieder ein WordCamp Europe vorbei. Und nachdem ich mich ein paar Tage ausgeruht habe und das Event sacken lassen konnte, muss ich sagen: ich könnte ich mit dem Verlauf kaum zufriedener sein. Die diesjährige Ausgabe fand in Krakau statt und war wieder einmal ein Riesenspaß. Wer mit dem WordPress-Ökosystem nicht so vertraut ist, sollte vorab wissen: Das WordCamp Europe (kurz WCEU) ist eine der größten WordPress-Konferenzen der Welt. Es wird über einen Großteil des Jahres von einem großen Team freiwilliger Organisator*innen vorbereitet, bevor schließlich jedes Jahr die ganze Community in eine neue europäische Stadt eingeladen wird. Dieses Jahr war Polen an der Reihe.

Die Stadt

Historische Backsteingebäude, etwas Himmel und ein paar Blätter.
Eines von vielleicht drei existierenden Krakau-Fotos ohne offensichtliche Kirche im Bild.

Krakau selbst ist atemberaubend und voller Leben. Ich war letztes Jahr schon mal dort, um mir die Stadt, die lokale WordPress-Community und all die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Auch, weil ich wusste, dass ich während des eigentlichen Events kaum dazu kommen würde. (Mit dieser Annahme lag ich absolut richtig.)

Die Organisation

Zum gefühlt millionsten Mal war ich Media-Partner beim WordCamp Europe. Und wie jedes Jahr gab mir das ein paar interessante Einblicke, hinter die Kulissen. Schon allein von der reinen Logistik her finde ich es immer wieder super beeindruckend, dass ein Team freiwilliger Organisator*innen ein WCEU auf die Beine stellt. Aber zu sehen, wie viel Spaß sie dabei haben, ist wild. 

Das Einzige, dem ich beim WordCamp Europe normalerweise nicht so recht traue, ist das Essen. Die Auswahl ist oft etwas begrenzt und richtig gutes Essen in mehr als 2.500 Paar Hände zu bekommen, kann durchaus knifflig sein. Wie jede*r professionelle WordCamp-Besucher*in habe ich Notfallpläne, weiß, dass man sich einen Snack einpackt, oder kenne Orte, an denen man mit Freund*innen ordentlich zu Mittag essen kann, falls die Schlangen oder die Auswahl keine Spaß machen. Das diesjährige Essensangebot überall auf der Veranstaltung hat sich einen besonderen Erwähnung verdient – ich war ziemlich beeindruckt. Es war gut (genug) und die Schlangen waren sehr überschaubar.

Foto eines Esstischs mit verschiedenen Tellern und Schalen und einem Espresso-Martini-Glas.
Fairerweise muss man sagen: das war keines der Gerichte, die es in der Venue gab – aber Krakau hat uns in der Hinsicht insgesamt nicht im Stich gelassen.

Und dann die After-Party. Die wird vermutlich noch für Jahre ihresgleichen suchen. So aus dem Stegreif fällt mir keine WCEU-Party ein, die da auch nur annähernd rankommt. (Aber hey, es gibt ja immer ein nächstes Jahr!)

Insgesamt kann ich allen Organisator*innen und freiwilligen Helfer*innen gar nicht genug danken. Ich habe vor und während des Camps immer recht viel mit dem Media-/Comms-Team und einigen der Global Leads zu tun, aber wirklich alle Teams, die ich in Aktion gesehen habe, haben großartige Arbeit geleistet!

Ein bisschen Medienarbeit

WordCamp Europe und CloudFest sind für mich beide wie Weihnachten. Beim WCEU ist eines der großen Dinge im Vorfeld und während des Events mein Job als Medienpartner. Die lieben Leute vom Media-/Comms-Team statten uns Medienpartner mit eigenen Räumen und einem (manchmal etwas zickigen) Buchungssystem aus. Beim Aufnehmen vor Ort habe ich mich dieses Mal ein bisschen zurückgehalten. Was nach einigen super ungesunden Arbeitspensen in den letzten Jahren eine gute Sache ist.

Aber ein paar schöne Interviews sind mir gelungen und einige davon habe ich schon veröffentlicht. Fast noch wichtiger ist aber der Kopf voller Ideen für das, was als Nächstes kommen könnte. Diesen Monat probiere ich etwas Neues für meine Podcasts aus und wenn es sich bewährt, wird es für mich künftig vieles verändern – hier noch keine Spoiler.

Nur ein Vorwand, um Leute zu treffen

Drei Personen, die ein Selfie im Spiegel machen.
Wendie und Liza, einige meiner Lieblingsmenschen (und ich).

Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei einem früheren WCEUs jemals mehr (und tiefere) Gespräche mit Leuten hatte. Wenn man so lange in einer Community unterwegs ist wie ich inzwischen bei WordPress, lernt man jede Menge Menschen kennen. Online zu chatten und ab und zu zu telefonieren, ist spaßig. Sich persönlich zu treffen, gemeinsam zu essen, einen Kaffee zu trinken oder einfach ein kleines Stück zusammen zu gehen, ist aber pures Gold. Und ich Glückspilz durfte dieses Jahr in Krakau gleich mehrere meiner absoluten Lieblingsmenschen treffen.

Aber WordCamps sind auch ein großartiger Ort, um neue Freundschaften zu schließen und Menschen näher kennenzulernen, die man bisher nur online kannte. Es war schön, euch alle zu treffen – und ich finde es nicht fair, dafür wieder 50 49 Wochen warten zu müssen.

Hat da jemand Sicherheit gesagt?

Ein Aufzug voller Menschen, die alle lächeln und albern in die Kamera schauen.
Fast die ganze Patchstack-Crew auf dem Weg zu unserem Side-Event. Foto: Siobhan McKeown

Und zu guter Letzt war das mein erstes großes WordCamp seit meinem Einstieg bei Patchstack im letzten Sommer. So viele meiner unglaublichen Kolleg*innen haben sich entschieden, nach Krakau zu kommen und die Zeit mit ihnen war eines der Highlights.

Wir hatten einen schicken Stand auf dem WordCamp und haben mit so ziemlich allen ernstzunehmenden Hosting-Unternehmen darüber gesprochen, wie man die Websites ihrer Kund*innen sicherer macht.

Und, so viele Leute haben an unserem Stand Fotos gemacht und dabei so getan, als wäre alles in bester Ordnung. Sicherheit ist offensichtlich derzeit bei vielen ein Thema.

Simon Kraft

Ich begeistere mich seit 2008 für WordPress. Als Product Manager, Blogger, Newsletter-Schreiberling oder Podcast-Host. Besonders gerne bin ich aber da, wo die Community zusammenkommt: bei Meetups, WordCamps und allem, was dazwischen passiert.

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