Hirn, scheibchen­weise

Eigentlich hatte ich mir ja abgewöhnt aus heiterem Himmel neue Blogs aufzumachen. An Ideen mangelte es bisweilen nicht, nur an Zeit für die Bespielung der schnell eingerichteten digitalen Bühnen.  Und wenn einmal Zeit gewesen wäre ließ die Muse auf sich warten. Oder sie vergnügte sich mit gänzlich anderen Themen. Genau aus diesem Grund serviere ich künftig hier all jene Gedanken, für die anderswo keinen Platz gefunden wurde – scheibchenweise.

Tatsächlich habe ich bereits Anfang 2013 Besserung in meinem Bloggingverhalten gelobt und bin bis auf einige   Ausnahmen kläglich gescheitert. Hier einige Beiträge im Geschäftsblog, da ein paar im WordPress Blog (der tatsächlich ganz erfrischenden Anklang fand) eine wirkliche Schreibroutine wollte sich aber nicht einstellen.

Der – für mich – offensichtliche Grund hierfür ist die starre thematische Einschränkung, die ich mir mit meinen bestehenden Blogs auferlege. Für den kurzen Gedanken unterwegs, einen bösen und umso ausführlicheren Beitrag zum Kundenservice meines aktuellen Lieblingsunternehmens, persönliche Ansichten zu aktuellen Themen aus Bildungund Politik oder meinem neuesten Thema, dem Studium war schlicht und ergreifend kein Platz. Weil ich jedoch der komfortablen Situation bin, auf eine ganze Kohorte freier Domains und quasi unbegrenzten Webspace zurückgreifen zu können fiel mir der Schritt zu einem (neuen) privaten Blog nicht sonderlich schwer.

Das alles wird sich also ab sofort auf dieser, meiner neuen Bühne abspielen. Obwohl oder vielleicht gerade weil die Themen so vielfältig ausfallen werden, möchte ich vollständig auf Kategorien oder Schlagworte verzichten. 

#rp13 Tag 2: Googles Mond­landefähre, Love und Rant

Erstaunlich aber wahr: auch den zweiten re:publica Tag habe ich überlebt. Vielleicht auch deshalb, weil mein Plan heute nicht ganz so voll war wie gestern. Dennoch gibt es wieder meine drei subjektiv ausgewählten Sessions, die sich den Stempel „erwähnenswert“ verdient haben.

Erwähnenswert ist nicht unbedingt überaus euphorisch – das zeigt vor allem die Session mit Dieter Zetsche, die gegen Mittag auf auf der voll besetzten Stage 1 stattfand. Zetsche der, so zumindest mein bisheriger Eindruck, ebenso fachkompetent wie eloquent auch thematisch anspruchsvolle und inhaltlich kritische Fragen spielend meistert, wirkte schlichtweg unterfordert. Die Session, die als Interview mit einem mir nicht bekannten Moderator aufgebaut war, wirkte allzu zaghaft zusammengestellt. Wir dürfen nicht vergessen, dass Daimler einer der Hauptsponsoren der re:publica ist.

Somit endete Zetsches Seitenhiebin Richtung der autonomen Autos von Google als einer der amüsanten Höhepunkte des ansonsten flachen Gesprächsverlaufs:

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#rp13 Tag 1: Cybersexism, Mozilla und der Tod im Digitalen

Der erste Tag re:publica für dieses Jahr ist vorbei. Ich habe es geschafft immerhin 8,7 Sessions anzuschauen. Obwohl das Programm dieses ersten Tages nicht nur einen Gunter Dueck, sondern auch den inoffiziellen Hohepriester der deutschen *Netzgemeinde* Sascha Lobo zu bieten hatte, kommen meine persönlichen Highlights aus anderen Sessions. 

Während eigentlich die Session von Bertram Gugel und Markus Hündgen zu Youtube auf Stage 2 zu sehen war, lief auf der großen Stage 1 „Cybersexism“ von Laurie Penny. Nachdem ich die erstgenannte Session etwas früher verlassen hatte, um noch in Ruhe vor der nächsten Session aufs Klo zu gehen (jap, dieses Jahr ist unheimlich viel los und man muss fast überall anstehen), bin ich mehr zufällig in die letzen zwei Minuten der Q&A Sektion von Lauries Session gestolpert. Wenn die restliche Session so hervorragend war, wie diese Momentaufnahme, dann kann ich das Ganze nur empfehlen. (Aufgrund der vorgeschrittenen Uhrzeit, zu der diese Zeilen entstehen, bin ich selbst noch nicht dazu kommen, die Sessionaufzeichnung anzusehen, werde sie aber hier einbinden.)

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Mitchell Baker von der Mozilla Foundation, die schon in den letzten Jahren auf der re:publica zu Gast war, bin ich vor ihrer Session „Buliding a Web we can trust“ direkt in die Arme gelaufen. Während einer vorangehenden Session saß sie mit ihren Kollegen im Publikum und war um ein kurzes Gespräch mit mir nicht verlegen. Das sind die Momente, in denen ich mich etwas ärgere, mich in Video- und Audioblogging noch dümmer, als im klassischen, geschriebenen Blog anzustellen.

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